DIE FARBE DER FREIHEIT

GR: 2009 105 min – Griechisch OmU

Regisseur: Yannis Katomeris

In Anwesenheit des Regisseurs Yannis Katomeris wird eine einmalige Kombination aus Film und Live-Musik gezeigt, die das Herz jedes Besuchers höher schlagen lassen wird. Die Aufführung ist Teil der Mikis Theodorakis Tage in Linz vom 5.-8.11.2015, einem institutionellen Projekt der Österreichisch-Griechischen Kulturgemeinschaft in Linz in Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und der Musikschule der Stadt Linz.

Ensemble:
Anastasios Stikos – Clavinova
Spiros Kavaleratos – Gitarre
Nikos Karavias – Gitarre, Bouzouki
Gesang: Elleni Voudouraki

Die Odyssee des Lebens des Mikis Theodorakis Der Film „Die Farbe der Freiheit“ führt die Zuschauer auf eine Reise durch das Leben des großartigen griechischen Musikers, Schriftstellers und Politikers Mikis Theodorakis.

Mikis Theodorakis wurde am 29. Juli 1925 geboren und gilt als der bekannteste griechische Komponist des 20. Jahrhunderts. Zu seinem über 1000 Werke umfassenden Schaffen zählen symphonische Kompositionen und eine Vielzahl von Liedern. Daneben ist er durch sein politisches Engagement bekannt.

Acht Monate lang stand Mikis täglich vor der Kamera des Regisseurs Yannis Katomeris und erzählte leidenschaftlich von den Orten, an denen er in den Jahren seiner Jugend Inspiration fand, von seinem Kampf gegen die faschistischen Besatzer ,Junta, Schwankungen zwischen Resignation und immer neuem Engagement zwischen Einsatz im Parlament und freiwilligem Rückzug ins Innere Exil .

Die Griechische Militär Diktatur (1967-1974) hat ihn verhaftet : Eine internationale Solidaritätsbewegung, angeführt unter anderem von Dmitri Schostakowitsch, Leonard Bernstein, Arthur Miller und Harry Belafonte, setzte sich für seine Freilassung ein. Dem französischen Zentrumspolitiker Jean-Jacques Servan-Schreiber gelang es dann am 13. April 1970, den Junta-Chef Georgios Papadopoulos zu überzeugen, Theodorakis ins Exil nach Frankreich zu entlassen. 1972 traf er Pablo Neruda und Salvador Allende und versprach ihnen, seine Fassung von Nerudas Canto General zu komponieren. Er wurde von Gamal Abdel Nasser und Josip Broz Tito, Jigal Allon und Jassir Arafat empfangen, während François Mitterrand,]Olof Palme und Willy Brandt zu Freunden wurden.

1983 wurde Theodorakis mit dem Lenin-Friedenspreis geehrt, er ist Ehrendoktor der Universitäten von Montreal, Saloniki, Volos, Kreta, Tel Aviv und Istanbul. 2002 wurde er in Bonn mit dem Erich Wolfgang Korngold Preis für Filmmusik während der Internationalen Filmmusik Biennale ausgezeichnet. 2005 erhielt er den russischen Internationalen Andreas-der-Erstberufene- Der IMC-UNESCO-Musikpreis, eine der höchsten musikalischen Auszeichnungen überhaupt, wurde ihm ebenfalls 2005 zugesprochen.

Katomeris zeigt die besten Momente der Erzählung in berührenden Bildern, von Theodorakis Geburt 1925 bis 1950, als dieser zum ersten Mal in der Lage war, seine Erinnerungen in Musik auszudrücken. Die bewegte Biographie von Mikis Theodorakis ist gleichzeitig eine eindrucksvolle Darstellung der griechischen Zeitgeschichte.

Dieses filmische Meisterwerk wird unterbrochen von 16 Liedern, perfekt interpretiert vom Ensemble:
Anastasios Strikos – Clavinova
Spiros Kavaleratos – Gitarre
Nikos Karavias – Gitarre, Bouzouki
und der hervorragenden Sängerin:
Elleni Voudouraki – Mezzosopran

Anastasios Strikos
Der Athener begann schon früh, sich mit Musik zu beschäftigen, lernte Akkordeon, und erhielt Klavier- und Theorieunterricht. Er studierte Harmonielehre, Theaterwissenschaften und Konzertfach Klavier sowie Orchesterleitung an griechischen Universitäten. 1998 wurde er an der Hochschule für Musik Würzburg in die Klassen von Prof. Dr. Hermann Dechant (Orchesterleitung) und von Prof. Peter Falk (Opernschule) aufgenommen; Abschluss der Studien im Sommer 2001 mit Auszeichnung (Diplomdirigent) und Zulassung zum postgraduellen Studium, das er im Mai 2003 mit dem Konzertdiplom abschloss Strikos pflegt eine rege internationale Konzerttätigkeit als Dirigent oder Pianist an einer Vielzahl von Konzerthäusern in Europa. 2002 kam er nach Wien um bei den Wiener Sängerknaben als Kapellmeister zu arbeiten. Er übernahm die Leitung des „Kinderchors Augarten“ und im Herbst 2003 nahm er als Pianist an der Tournee des Haydnchores nach China, Korea und Macao teil. Er arbeitet regelmäßig mit Orchestern wie dem 1. Frauenkammerorchester von Österreich, dem Wiener Mozart Orchester und dem Londoner „I Maestri“. Sein Repertoire umfasst ein sehr breites Spektrum vom Barock bis hin zur Avantgarde.

Spiros Kavaleratos
Er wurde in New York geboren. Der Gitarrist mit der Sonderausbildung für Kammermusik ist Musikschullehrer in Larissa. Sein Repertoire, ein breites Spektrum von der Renaissance (Da Milano) über die Romantik (Tarrega) bis hin zur lateinamerikanische Schule und Tradition (Barrios, Cardoso) gibt er bei zahlreichem Soloauftritte in Griechenland und Südamerika zum Besten.

Nikos Karavias
Wuchs auf der griechischen Insel Naxos auf und begann als Achtjähriger Gitarre zu spielen. Er gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Gitarrenwettbewerben unter anderem den bedeutenden G. Likudis Preis. Er studiert am Salzburger Mozarteum unter der Leitung von Elliot Fisk und besucht Masterklassen berühmter Gitarrenlehrer wie Aniello Desiterio, Joaquin Clerch.

Elleni Voudouraki
Die gebürtige Griechin studierte Gesang bei Giorgos ZERVANOS und im Londoner National Opera Studio sowie an der Georg Solti Accademia di Bel Canto in der Toskana. Mit der Internationalen Bach-Akademie Stuttgart nahm sie an Seminaren zu Bachs Kantaten teil und besuchte Meisterkurse bei Ghena DIMITROVA in Athen, Robert LLOYD in London, Dennis O’NEILL in Cardiff und bei Dame Kiri TE KANAWA in der Toskana. Bei zahlreichen Konzerten und Operettengalas bei Griechischen Sommerfestivals zeigte sie bisher ihr Können.

Yannis Katomeris
Er studierte Kino und Fernsehen an der School of Visual Arts in New York und City Universal of New York. Er ist der Regisseur von rund 30 Filmen, die meisten davon Fernsehfilme. 2008 – 2009 entstand der Film „Die Farbe der Freiheit“, eine biografische Zeitreise mit Mikis Theodorakis.