Agathonos, Anna

Mezzosopran

Nach Abschluss ihres Gesangsstudiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien wurde die Griechin zwei Jahre lang Mitglied des internationalen Opernstudios von Marseille, bevor sie in der Saison 2001/2002 ans Musiktheater im Revier ins Festengagement ging. Hier trat sie zunächst als lyrischer Mezzosopran auf und profilierte sich als Belcanto-Spezialistin. Die Sängerin sang die Titelrolle in Rossinis La Cenerentola beim Festival von Aix-en-Provence und trat als Marchesa Melibea in Rossinis Il Viaggio a Reims beim Rossini Opera Festival in Pesaro auf. Außerdem gastierte sie an den Opernhäusern von Marseille, Avignon und Dublin.

Ab der Spielzeit 2005/06 vollzog Anna Agathonos allmählich den Wechsel ins dramatische Fach und trat u.a. als Carmen, Azucena, Amneris und Dalila und Cassandre auf. Seit 2010 arbeitet die Trägerin des Gelsenkirchener Theater-/ und Publikumspreises freiberuflich.

In den vergangenen fünf Spielzeiten war sie u.a. als Amneris (Aida) am Oldenburgischen Staatstheater, als Carmen, Amneris, Ulrica (Un Ballo in Maschera), Ježibaba (Rusalka) und Ortrud (Lohengrin) am Theater Pforzheim, als Francesca in der Operncollage Triumph der Liebe am Theater Erfurt und als Mary (Der Fliegende Holländer) und Magdalena (Kienzl Der Evangelimann) am Stadttheater Klagenfurt zu hören. Außerdem debütierte sie an der Griechischen Nationaloper in Athen als Rosina (Il Barbiere di Siviglia) und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München als Teresa (La Sonnambula).

Aus Ihrer regen Konzerttätigkeit seien ihre Mitwirkung in Beethovens 9. Sinfonie bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie die Übernahme des Alt-Solos in Mahlers 3. Sinfonie bei den Sinfoniekonzerten der Neuen Philharmonie Westfalen und das Konzert der Virtuosi Ambulanti mit Salon-Kantaten des Belcanto im Schloss Esterházy in Eisenstadt, von welchem auch ein Live- Mitschnitt produziert wurde („Belcanto bei Esterházy“), erwähnt. Im April 2015 sang sie ihr erstes Verdi Requiem mit dem Staatsorchester von Thessaloniki unter der Leitung von Georgios Vranos.

Anna Agathonos' besondere Vorliebe gilt dem Liedgesang. In ihrem Programm „Das Land der Griechen mit der Seele suchend“ spürt sie der Bedeutung Griechenlands für die europäische Kulturgeschichte musikalisch nach.